Wie schmerzhaft ist das Entfernen von Tattoos und wie behandelt man die Wunde?

Wer sich ein Tattoo stechen lassen will, dem sind die zu erleidenden Schmerzen meistens das größte Hindernis dabei. Dasselbe gilt auch bei dem Prozess der Tattoo-Entfernung. Es gibt mehrere Vorgehensweisen beim Tatto-Entfernen, doch keine von denen ist schmerzlos. Das liegt daran, dass sich die Farbe unter der Haut befindet, sodass man wieder eindringen muss, um sie zu entfernen. Die meisten Menschen, die sich ein Tattoo entfernen lassen wollen, haben große Angst davor, dass sie bluten oder dass der ganze Prozess schmerzhaft ist.

Doch in der Regel hält man es ja aus, da man sich schon ein Tattoo stechen lassen hat. Weiterhin hängt der Schmerz auch vom Menschen ab, er ist also individuell. Manche Menschen haben eine größere Toleranz für Schmerzen, sodass sie es kaum noch fühlen. Die anderen hingegen fühlen es in der Tat und fühlen sich nicht gut. Doch man muss dabei eine Sache im Auge behalten: Ob der Kunde Schmerz empfinden wird oder nicht, hängt auf keinen Fall mit dem Prozess selbst zusammen. Es ist viel mehr individuell bestimmt, sodass man immer daran denken sollte, bevor man sich entscheidet, sich ein Tattoo entfernen zu lassen.

Größe und Schmerz?

Natürlich hängt der Prozess, bzw. der Schmerz auch damit zusammen, wie groß das Tattoo ist. Je länger man die Haut behandelt, desto schmerzhafter wird es. Ein Mensch, der ein Tattoo über den ganzen Arm hat, wird mehr Schmerzen empfinden, als ein Mensch, der ein sehr kleines Tattoo, beispielsweise auf dem Finger, hat. Außerdem ist der Schmerz auch damit verbunden, wo sich das Tattoo eigentlich befindet. Manche Stellen sind in der Tat viel empfindlicher, als es die anderen sind. Für ein Tattoo, dass auf den Rippen platziert ist, muss man schon ein Held sein, besonders wenn es sich um ein größeres handelt. Solche Stellen sind sehr empfindlich, da sie wenig Muskeln haben und sich der Schmerz somit nicht verteilen kann. Doch das kann man auch mit dem Stechen eines Tattoos gleichsetzen. Wer sich für das Entfernen von Tattoos entscheidet, dem sollte der Schmerz nichts ausmachen. Egal ob er sich dann über mehrere Sitzungen hinweg verteilt, oder nicht, sollte man es aushalten können. Da es verschiedene Vorgehensweisen gibt, sollte man sich für die schmerzloseste entscheiden, jedoch wird sie trotzdem weh tun.

Profi vs. Laie?

Außerdem hängt der Schmerz auch mit der Professionalität ab. Wenn ein Profi am Werk ist, dann sollte es eigentlich weniger schmerzen, als bei einem Laien. Ein Profi weiß genau, wo und wie er stechen sollte und wie er den Laser zu bedienen hat. Besonders bei schlecht gestechten Tattoos ist dies der Fall, da dabei die Farbe sehr tief in der Haut versteckt ist. Somit muss man auch tiefer stechen, was alles andere als angenehm ist. Es ist also empfehlenswert, dass man sich an einen Profi wendet, wenn man sich schon dafür entschieden hat. Er kann die Schmerzen zwar nicht verhindern, aber er kann sie in der Tat erträglicher machen. Besonders bei empfindlichen Stellen sollte man sich für keinen Laien entscheiden, da er sehr wahrscheinlich nur Schaden machen wird. Es ist also besser, ein bisschen mehr Geld zu bezahlen und einen Profi zu engagieren, anstatt sich an einen Laien zu wenden und die Entscheidung zu bereuen.

Sehr wichtig dabei ist eine Sache: Lassen Sie sich nicht von anderen Menschen abschrecken! Der Prozess ist schmerzhaft aber man kann es in der Tat ertragen. Außerdem sind die Schmerzen für jeden Menschen unterschiedlich. Es kann sein, dass ein Freund sehr viele Schmerzen beim Prozess erlitten hat und dass Sie sich gerade mit solchen Schmerzen besser abfinden. Es ist also individuell bestimmt und man sollte es deshalb ausprobieren, um zu sehen, ob man es ertragen kann oder nicht.

Die Pflege

Der Prozess des Tattoo-Entfernens ist also, wie gesagt, schmerzhaft. Nachdem man es aber hinter sich hat, ist es noch lange nicht vorbei. Genau wie beim Tattoo stechen, gelten auch hier dieselben Regeln: Man muss die behandelte Stelle nach der Behandlung pflegen! Das heißt, dass man sich vom Profi beraten lassen sollte, wie man mit der Wunde umgeht und wie lange man sie schützen sollte. Obwohl bei dem Entfernen mit einem Laser nur die Tattootinte angegriffen wird, kann es zur Schorfbildung kommen. Diese kann dann, abhängig von der Größe des Tattoos, anfangen zu bluten. Doch keine Sorge. Der Schorf an sich ist schon ein genaues Zeichen des Wundheilungsprozesses, sodass er auf keinen Fall abgekratzt werden darf.

Der Prozess hinterlässt Narben und man muss sich dieser Tatsache bewusst werden. Der Schorf ist dann dazu da, um Krankheiten zu vermeiden, indem er die Haut von Eindringen bestimmter Verschmutzungen und Bakterien schützt. Diese können dann zu einer Infektion führen. Doch unabhängig davon, ob man den Schorf hat oder nicht, ist die Haut nach einer solchen Behandlung in der Tat gereizt. Man muss also vorsichtig mit ihr umgehen können, um zu vermeiden, dass unnötige Infektion verursacht werden. Meistens bekommen Sie nach der Behandlung Tipps und Tricks von dem Profi erteilt, wie Sie mit der Wunde umgehen sollte. Bei manchen Tattoo-Profis bekommen Sie dann auch noch zusätzlich eine Salbe, mit der Sie die Rötung lindern können. Falls nicht, dann ist es sehr wichtig, dass man die Stelle ständig trocken und sauber hält, um den Heilungsprozess zu beschleunigen. Wenn man duscht, sollte man die Partei, die behandelt wurde, vorsichtig abtrocknen, indem man auf es abtupft. Man darf also auf keinen Fall reiben, sonst kann es zu Schäden führen.

Die Nachsorge

Nachdem man mit dem Prozess fertig ist, ist es wichtig, die Wunde zu schützen. Man sollte enge Kleidung meiden. Kleidungsstücke, die eng an der Haut liegen, sollten vermieden werden. Die Wunde braucht genug Platz, um “atmen“ zu können, sodass die engen Kleider dabei nur stören. Sie reizen die Haut und führen zu Rötungen, die keineswegs vorteilhaft für den Heilungsprozess sind. Sie können den Prozess der Heilung unterstützen, indem Sie beispielsweise auf ein Sonnenband verzichten. Außerdem sollten keine starken Cremes verwendet werden, da sie die Wunde nur reizen. Stattdessen sollte man lockere Kleidung verwenden, in der man sich wohlfühlt. Um den Heilungsprozess zu beschleunigen, sollte man für ca. 15 Tage jeden Morgen Ananassaft trinken. Die Enzyme, die im Saft stecken, beschleunigen den Heilungsprozess.